VPKA feiert 65-jähriges Bestehen

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt: Die privaten Krankenhäuser tragen in hohem Maße zu funktionsfähigem Sozialsystem bei.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt gratulierte als Präsident der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände in Baden-Württemberg dem Mitgliedsverband VPKA zu seinem 65-jährigen Bestehen. Die Werte, für die sich der Verband einsetze, nämlich „Qualität, Mitgestaltung und Glaubwürdigkeit“ unterstreiche er persönlich. Nur wer seine Interessen am Patienten ausrichte und seine Mittel möglichst effizient einsetze, könne erfolgreich sein. Die Krankenhäuser und Reha-Kliniken in privater Trägerschaft würden damit in hohem Maße zu einem funktionsfähigen Sozialsystem beitragen. „Beides – eine gute Versorgung wie auch die wirtschaftliche Verwendung der Beitragsmittel der Kassen – liegen im allgemeinen Interesse“, so Hundt. Betriebe hätten ein hohes Interesse daran, dass ihre Beschäftigten, wenn sie erkrankten, zeitnah und erfolgreich versorgt werden. 

Der Arbeitgeberpräsident betonte, „erfolgreiche Rehabilitationsmaßnahmen rechnen sich nicht nur für die Rehabilitanden, sondern auch für die Unternehmen.“ Erfolgreiche – also nachhaltige – Rehabilitation könne und müsse dazu beitragen, das Arbeits- und Fachkräfteangebot in Deutschland zu sichern. Allerdings setze dies voraus, dass ein bestehender Rehabilitationsbedarf frühzeitig erkannt werde, wofür es noch erhebliches Verbesserungspotenzial gebe. Insbesondere müsse diesbezüglich den Haus- und Betriebsärzten eine größere Rolle zukommen. In Bezug auf das Reha-Budget der Gesetzlichen Rentenversicherung sehe er die Notwendigkeit einer Fortschreibung unter Berücksichtigung der demographischen Veränderungen.  Hundt betonte auch die enorme Bedeutung von Kliniken als Arbeitgeber. Kliniken seien zum Teil die wichtigsten Arbeitgeber einer Region. 

Als Vertreter des Sozialministeriums übermittelte Ministerialdirigent Manfred Zach die Glückwünsche von Frau Ministerin Altpeter. Der Vorsitzende des VPKA Berthold Müller betonte in seiner Rede die Notwendigkeit eines fairen Wettbewerbs im Gesundheitswesen. Dies bedinge einen Wettbewerb um Qualität und leistungsgerechte Vergütung. 

Auf der anschließenden Jahresmitgliederversammlung wurde Berthold Müller, Geschäftsführer der Celenus-Kliniken GmbH, Offenburg, als Präsident und Bernhard Wehde, Sprecher der Geschäftsführung des Klinikums Christophsbad Göppingen als sein Stellvertreter einstimmig wiedergewählt. 

Im Amt des Beisitzers wurden bestätigt: Thomas Böer (Diabetes Klinik Bad Mergentheim) Dr. Uwe Gretscher (Sana Kliniken AG), Wulf Meueler (Mediclin AG), Frank Porten (St. Georg Vorsorge- und Rehabilitationsklinken, Höchenschwand), Dr. Dagmar Schmieder (Schmieder Kliniken), Franz Schreijäg (Fachklinik Hänslehof, Bad Dürrheim), Sven Wahl (GVG AG, Bad Dürrheim), Uli Wüstner (Fachkliniken Hohenurach) sowie Hartmut Masanek (Klinik für Herzchirurgie Pforzheim, RhönKlinikum AG). Neu als Beisitzerin wurde Frau Angelika Wöppel, Geschäftsführerin der Hufeland Klinik Bad Mergentheim, gewählt. 

Die Kliniken in privater Trägerschaft bilden gemeinsam mit den freigemeinnützigen  Trägern und den öffentlichen Träger die drei großen Pfeiler, die entsprechend dem Landeskrankenhausgesetz die Versorgung der Bürger mit Krankenhausleistungen sicherstellen. Die Schaffung und der Erhalt der Trägervielfalt ist somit eine der wesentlichen Aufgaben des Verbandes. Er ist darüber hinaus einer der maßgeblichen Verbände für Klinik für Vorsorge- und Rehabilitation in BadenWürttemberg. Weitere Aufgaben liegen in der tariflichen Vertretung als Arbeitgeberverband. Als solcher ist der VPKA Mitglied der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände. 

Bei den Mitgliedseinrichtungen des Verbandes im Akut-, Rehabilitations- und Pflegebereich handelt es sich sowohl um Häuser mit sozialversicherungsrechtlicher Zulassung als auch um reine Privatkliniken. Der weitaus überwiegende Anteil der Mitgliedshäuser steht allen gesetzlich Versicherten offen.