Bernhard Wehde (ehem. Christophsbad Göppingen) wurde als langjähriger stellv. Vorsitzender des VPKA verabschiedet. Der Vorsitzende Heiko Stegelitz würdigte das Engagement von Bernhard Wehde im VPKA und vielen anderen Gremien des Gesundheitswesens als unermüdlichen Verfechter der Trägervielfalt, des fairen Wettbewerbs und der Versorgungsqualität im Krankenhauswesen. Bernhard Wehde bedankte sich für das Vertrauen und den freundschaftlichen Zusammenhalt im Verband über 22 Jahre seines Wirkens im Präsidium des Verbandes.
Als Nachfolger von Bernhard Wehde wurde Paul-Georg Friedrich, Geschäftsführer der Kliniken Schmieder, mit einstimmiger Mehrheit zum stellvertretenden Vorsitzenden des VPKA gewählt. Rudolf Schnauhuber, Geschäftsführer des Christophsbad Göppingen, wurde ebenfalls einstimmig in das Präsidium des VPKA gewählt.
Die zentralen Themen der Mitgliederversammlung des VPKA waren die Weiterentwicklung des Klinikwesens in Zeiten geplanter Krankenhausreform, Fachkräftemangel und zunehmendem Kostendruck infolge bislang nie dagewesener Kostensteigerungen bei Personal, Energie und erhebliche Preissteigerungen in praktisch allen Bereichen. Die Kostenexplosion in Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Reha-Kliniken könne von der Gesundheitspolitik nicht ignoriert werden, so der Vorsitzende Heiko Stegelitz. Die aktuell von den Kostenträgern angebotenen Vergütungssatzerhöhungen im Reha-Bereich stünden in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Kostensteigerungen. Es seien nicht nur die Kliniken, sondern gleichermaßen die Kostenträger – die gesetzlichen Krankenkassen ebenso wie die Deutsche Rentenversicherung – die Verantwortung tragen für die medizinische Versorgung der Bevölkerung in Baden-Württemberg.
Ein Höhepunkt im öffentlichen Teil der Veranstaltung bildete der Vortrag von Prof. Roger Jäckel, welcher über das Lauterbach-Vorhaben der Krankenhausplanung und vergütung sowie die Auswirkungen auf die Reha-Kliniken in Baden-Württemberg berichtete. Die Krankenhäuser müssten sich nach den bisherigen Plänen der Bundesregierung völlig neu orientieren, wenn auch die tatsächliche Umsetzung der Reform eine relativ lange Zeitschiene vorgesehen sei. Die Kliniken in privater Trägerschaft bilden gemeinsam mit den freigemeinnützigen Trägern und den öffentlichen Träger die drei großen Pfeiler, die entsprechend dem Landeskrankenhausgesetz die Versorgung der Bürger mit Krankenhausleistungen sicherstellen. Die Schaffung und der Erhalt der Trägervielfalt ist somit eine der wesentlichen Aufgaben des Verbandes. Er ist darüber hinaus einer der maßgeblichen Verbände für Klinik für Vorsorge- und Rehabilitation in Baden-Württemberg. Weitere Aufgaben liegen in der tariflichen Vertretung als Arbeitgeberverband. Als solcher ist der VPKA Mitglied der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände.
Bei den Mitgliedseinrichtungen des Verbandes im Akut-, Rehabilitations- und Pflegebereich handelt es sich sowohl um Häuser mit sozialversicherungsrechtlicher Zulassung als auch um reine Privatkliniken. Der weitaus überwiegende Anteil der Mitgliedshäuser steht auch allen gesetzlich Versicherten offen.
