Verband privater Klinikträger in Baden-Württemberg: Mitgliederversammlung wählt neues Präsidium

Der Präsident des Verbandes privater Klinikträger in Baden-Württemberg (VPKA) Heiko Stegelitz, geschäftsführender Gesellschafter der Parkinson-Klinik Ortenau, wurde in der Mitgliederversammlung mit einstimmigem Wahlergebnis bestätigt.

Bernhard Wehde, Christophsbad Göppingen, wurde als langjähriger stellvertretender Vorsitzender des VPKA ebenfalls einstimmig wiedergewählt.

Als Beisitzer wurden bestätigt: Thomas Böer (Diabetes Klinik Bad Mergentheim), Frank Porten (St. Georg Vorsorge- und Rehabilitationsklinken, Höchenschwand), Paul Friedrich (Kliniken Schmieder), Joachim Limberger (Klinik Limberger Bad Dürrheim), Andreas Ruland (Sana Kliniken AG), Sven Wahl (Luisenklinik Bad Dürrheim), Angelika Wöppel-Wagener (Hufeland Klinik Bad Mergentheim) sowie Uli Wüstner (Fachkliniken Hohenurach).

Mit der Wahl von Patricia Schneider (Mediclin AG) sowie Aline Schreijäg de Ortiz (Fachklinik Hänslehof, Bad Dürrheim) hat sich der Frauenanteil im Präsidium des Verbandes nun auf insgesamt drei erhöht, was von den anwesenden Mitgliedern begrüßt wurde.  

Franz Schreijäg (Fachklinik Hänslehof, Bad Dürrheim) kandidierte nach 25-jährigem Wirken im Präsidium des Verbandes nicht mehr. Der Vorsitzende Heiko Stegelitz würdigte das große Engagement von Franz Schreijäg, der sich wiederum für das Vertrauen und den freundschaftlichen Zusammenhalt im Verband über all die Jahre bedankte.

Die zentralen Themen der Mitgliederversammlung des VPKA waren die Weiterentwicklung des Klinikwesens in Zeiten von Corona, Fachkräftemangel und zunehmendem Kostendruck infolge der aktuellen Inflation. Die Kostenexplosion in Krankenhäusern, Vorsorge- und Reha-Kliniken könne von der Gesundheitspolitik nicht ignoriert werden, so der Vorsitzende Heiko Stegelitz. Angesichts der aktuellen CoronaEntwicklung sei die Weiterzahlung der zum 30.06.22 eingestellten Hygienezuschläge und Minderbelegungsausgleiche dringend geboten. Heiko Stegelitz wies auf die steigende Bedeutung des Verbandes in seiner Funktion als Arbeitgeberverband hin und mahnte die Politik an das nach wie vor bestehende Problem des im Gesundheitswesen bei zugleich erhöhten Fachkräftemangels Personalanforderungen.

Ein Höhepunkt im öffentlichen Teil der Veranstaltung bildete der Vortrag von Saskia Wollny, Geschäftsführerin der DRV Baden-Württemberg, zum aktuellen Stand und Weiterentwicklung der medizinischen Vorsorge- und Rehabilitation aus Sicht der Deutschen Rentenversicherung. Sie betonte die Wichtigkeit des Wunsch- und Wahlrechts aus Sicht der DRV sowie die enorme Bedeutung der Qualitätskriterien bei Belegung und Vergütung von Kliniken. Der Vorsitzende Heiko Stegelitz begrüßte die gute Zusammenarbeit mit der DRV Baden-Württemberg und würdigte das gemeinsame Ziel der bestmöglichen Versorgung der Versicherten.

Die Kliniken in privater Trägerschaft bilden gemeinsam mit den freigemeinnützigen Trägern und den öffentlichen Träger die drei großen Pfeiler, die entsprechend dem Landeskrankenhausgesetz die Versorgung der Bürger mit Krankenhausleistungen sicherstellen. Die Schaffung und der Erhalt der Trägervielfalt ist somit eine der wesentlichen Aufgaben des Verbandes. Er ist darüber hinaus einer der maßgeblichen Verbände für Klinik für Vorsorge- und Rehabilitation in Baden-Württemberg. Weitere Aufgaben liegen in der tariflichen Vertretung als Arbeitgeberverband. Als solcher ist der VPKA Mitglied der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände.

Bei den Mitgliedseinrichtungen des Verbandes im Akut-, Rehabilitations- und Pflegebereich handelt es sich sowohl um Häuser mit sozialversicherungsrechtlicher Zulassung als auch um reine Privatkliniken. Der weitaus überwiegende Anteil der Mitgliedshäuser steht allen gesetzlich Versicherten offen.